Donnerstag, 21. November 2024
Fakten zum Klimawandel (2)
Montag, 11. November 2024
Einsamkeit und Persönlichkeit
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Einsamkeit scheint ein immer größeres Problem zu sein. Dafür werden vor allem die sozialen Medien verantwortlich gemacht. Vor allem Ältere sollen betroffen sein. Einerseits werden sie von sozialer Teilhabe ausgeschlossen, weil sie kein Internet nutzen können, weil sie zu alt sind. Andererseits fördert das Internet die Vereinsamung, weil die persönlichen Kontakte fehlen. Was ist nun richtig?
Donnerstag, 4. Juli 2024
Fakten zum Klimawandel
Fakten
Verblüffend ist ja auch, dass Meereskalk als Kalkalpen oder als Marmor in tausenden Metern Höhe zu finden ist. Diese Krustenbewegungen sind ja nie zum Stillstand gekommen, wieso sollten sie auch. Sowohl in der Nordsee, als auch im Mittelmeer hat man Siedlungsreste in zirka bis zu 20 m Tiefe gefunden. Das hat zur Unterwasserarchäologie geführt. Die Erdkruste bewegt sich schneller, als allgemein angenommen!
Die Massen des Erdkerns sind ungleichmäßig verteilt, sodass die Erde keine Kugel, sondern ein unregelmäßig geformter Körper (Geoid) ist. Der Meeresspiegel ist eine Fläche gleicher Erdanziehung. Diese stellt man sich auf der Landfläche fortgesetzt vor. Dieser "Meeresspiegel" weicht von der idealen Kugel um mehr als 10 m ab. Dieses ist auf eine ungleiche Masseverteilung im Erdinnern zurückzuführen. Auch der Erdmantel ist ungleich dick. Gebirge drücken den Erdmantel in den Erdkern hinein.
Wenn man heute Meeresspiegelschwankungen von einigen Zentimetern messen will, frage ich mich, worauf man sich bezieht bei einer Erdkugel, die ständig im Fluss ist. Nichts ist stabil, nirgends gibt es einen festen Bezugspunkt, von Ebbe und Flut mal ganz zu schweigen. Normal Null ist mal irgendwann mehr oder weniger willkürlich festgelegt. Dazu kommt, dass sich die Erde, auf der wir stehen, hebt und senkt.
Freitag, 3. November 2023
Propaganda erkennen
Samstag, 28. Oktober 2023
Widerstandskampf gegen Diktaturen
Dass Nachrichten verschlüsselt werden müssen, ist selbstverständlich. Aber es gibt zwei Punkte, die auch bei einer verschlüsselten Nachricht für staatliche Organe von Interesse sind. Über Sender und Empfänger werden Organisationsstrukturen sichtbar. Deshalb müssen auch die verschleiert werden. Wechseln Sie deshalb möglichst häufig die Mailadressen. Natürlich ist das Versenden einer verschlüsselten Mail von vornherein verdächtig. Deshalb muss Steganografie verwendet werden, um dort die verschlüsselte Nachricht zu verstecken.
Montag, 17. August 2020
Lösungsmöglichkeiten für Nachbarschaftsportale
https://www.leader-in-hx.eu/de/projekte/projekte/Dorf-Zukunft-Digital.php
Zitat: "Sie erhalten bis Mitte 2022 die Chance, digitale Anwendungen mit der
Dorfgemeinschaft zu erproben, um die Daseinsvorsorge, Teilhabe und
Nachbarschaftshilfe sowie das Ehrenamt und Miteinander vor Ort zu
stärken."
- Was ist nach Mitte 2022? Wie wird das Projekt fortgeführt?
- Welche digitalen Anwendungen? Wie sollen die angegebenen Ziele damit erreicht werden.
- Gibt es Erfahrungswerte wie die digitalen Anwendungen diese Ziele erreichen?
- Gibt es Studien, ob überhaupt Interesse daran besteht? Wie sehen die Ergebnisse aus? Ist es irgendwo publiziert?
- Was wollt ihr anders als die bereits vorhandenen Nachbarschaftsportale machen?
- Es gibt soviele milliarden teure Social-Media-Portale. Viele sind in der Versenkung verschwunden, weil sie die Bedürfnisse der Nutzer nicht gut genug abgebildet haben. Wieso ist Höxter der Meinung, gegen die vorhandenen Portale gegenan zu kommen. Wieso sollten die Dorfbewohner nun eine kommunale Plattform nutzen, obwohl es so viele ausgereifte Portale gibt?
"wird ergänzt über eine digitale Dorfplattform (Website und App),"
- Gibt es schon irgendwelche Vorstellungen auf welcher technischen Basis die "digitale Dorfplattform" realisiert werden soll?
- Die Administration ist eine Vollzeitjob. Sind schon Stellen dafür ausgeschrieben?
- Welche Vorstellungen bestehen, was die Entwicklung solch eine App kostet?
- Wieso eine App? Was soll eine App anders als eine Website machen?
"Selbstorganisation die Plattformen betreiben, pflegen und Ansprechpartner im Dorf sind"
- Das sind Vollzeitjobs, die nicht ehrenamtlich bewältigt werden können.
Die Gemeinde Dömitz/Malliß wird ein Nachbarschaftsportal schaffen, welches die dorfinterne Kommunikation verbessern soll. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die alle Ihre Vor- und Nachteile haben. Diese will ich jetzt hier beleuchten. Grundsätzlich gibt es die folgenden Möglichkeiten:
- Man baut eine Website auf der Grundlage eines der bekannten Content-Management-Systeme (CMS) wie z.B. Joomla, Typo3 oder Wordpress.
- Man programmiert konventionell eine Website auf der Basis von HTML, PHP, SQL, Javascript.
- Man könnte natürlich auch eines der vorhandenen gewinnorientierten Portale nutzen
- Man entwickelt ein Portal, welches bundesweit genutzt werden könnte.
Content-Management-System (abgkürzt CMS)
Programmierte Website
Der Lernaufwand, um eine Website zu programmieren ist natürlich höher. Die erste Erstellung ist auch mit Mehraufwand verbunden. aber nach meiner Einschätzung gibt es für beide Alternativen ausreichend Fachleute.
Für den laufenden Betrieb wird im gleichen Maße wie bei einem CMS ein Administrator gebraucht. Das macht keinen Unterschied.
Werbefinanzierte Portale
Mir sind zwei Portale bekannt; nebenan.de und nachbarschaft.net. Die kosten die Gemeinde natürlich nichts Und ein teurer Adminstrator ist auch nicht erforderlich.
Andererseits nervt selbstverständlich die Werbung mit der sich solche Portale finanzieren müssen. Und eine Einfluß auf Inhalte und Funktionalität hat man natürlich auch nicht.
Bundesweite Lösung
Egal welche eigene Lösung man anstrebt, ist es selbstverständlich sinnvoll keine Kleinstaaterei zu betreiben, sondern zu schauen, ob es in anderen Gemeinden schon Lösungen gibt, die man kopieren könnte. Ich träume mal, genial wäre eine bundesweite Lösung.
Ich selbst habe als Programmierer und Webdesigner jahrzehntelange Berufserfahrung und kann beides gern realisieren. Jede Lösung hat Vor- und Nachteile.
Eines ist unausweichlich, egal für welche der ersten beiden
Lösungen man sich entscheidet, eine ständige Betreuung, um
z.B. Benutzerprofile und Berechtigungen einzurichten,
SPAM-Einträge zu löschen, Beiträge moderieren, die Website
erweitern, ist immer erforderlich. Diese Betreuung muss nach Ende
das Projekts fortgesetzt werden.Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: So ein Nachbarschaftsportal ist nichts, was einmal eingerichtet von allein selber weiter läuft.
Freitag, 24. Juli 2020
Humboldtsche Bildungsideale sind in der Digitalisierung immer noch aktuell
Digitale Zertifikate
- zusätzliche Lesegeräte erforderlich sind
- der Bund Geld habe will
- nur eine Hand voll Firmen und Behörden darauf eingestellt sind.
- Jederman wäre in der Lage, unzertifizierte E-Mails auszusortieren oder zu blockieren.
- Betrügereien über Internet wären fast unmöglich, weil kein Betrüger anonym agieren könnte.
- Briefpost wäre überflüssig.
- Schriftform wäre überflüssig. (Jetzt schon gesetzlich geregelt)
- Behördengänge weitgehend überfüssig.
- Jederman muss zusammen mit seinem Personalausweis ein digitales Zertifikat erhalten.
- Damit das nicht eine reine Willkürmaßnahme wird, müssen zuerst alle Firmen und Behörden gezwungen werden, diese dig. Zertifikate lesen und akzeptieren zu können.
- Alle Behörden müssten mit einer bundeseinheitlichen Software ausgerüstet werden, damit alle Behördenvorgänge digital abgewickelt werden können. Der jetzige Flickenteppich muss aufgetrennt werden. In der Privatwirtschaft funktioniert das ja auch.
HomeOffice ermöglichen
- Massive Kostenersparniss, wenn Dokumente nur noch digital, statt als Papier in Aktenordnern gespeichert werden.
- Alle Dokumente sind unternehmensweit gleichzeitig verfügbar, statt jewels nur einer einzigen Person.
- Der Arbeitsablauf beschleunigt sich, weil nicht mehr nach Akten gesucht werden muss.
- Keine Umweltbelastung durch die Fahrt zum Arbeitsplatz
- Mehr Freizeit für den Arbeitnehmer, weil die Fahrzeit entfällt.
- Der Arbeitgeber kann seine Mitarbeiter nicht mehr so gut kontrollieren.
- Der persönliche Kontakt zum Kollegen fehlt.
- Zu Hause sind nicht immer geeignete Räumlichkeiten vorhanden.
- Kinder und Familie lenkt ab.
Vorbereitung für die digitale Welt muss schon in der Schule beginnen.
Donnerstag, 28. Mai 2020
Marketingstrategen sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht
Donnerstag, 5. März 2020
Entwicklung der christlichen Kirchen in Deutschland
Ich bin vor Beginn des Erwerbslebens aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Wäre ich katholischen Glaubens gewesen, wäre ich genauso ausgetreten.
Wieso:
Die Kirche muss sich als Dienstleister an ihren Gemeindemitgliedern verstehen, nicht umgekehrt! Die Verkündigung muss in den Hintergrund treten!
Dass die katholische Kirche sich von ihrer überholten Sexualmoral trennen muss, ob sie will oder nicht, steht ausser Frage, weil sie sonst unglaubwürdig ist.
Mit diesem Schreiben möchte ich einen Anstoss geben, dass die Kirchen wieder mit Leben gefüllt werden, denn auch ich wünsche mir einen Glauben zum Anfassen.
Montag, 11. März 2019
Deutschland, ein Land der Dichter und Denker
Zustand der Deutschen
Deutschland, ein Land der Dichter und Denker, das habe ich viele Jahre gedacht. Gedacht, dass die Deutschen gebildet, kritisch, wissensdurstig, eloquent und zu einem "intelligenten Streitgespräch" in der Lage sind. Ich habe gedacht, dass diese Fähigkeiten, die ich für normal gehalten habe, auch normal sind.Zuerst hat mich verwundert, dass neun von zehn Fahrgästen in der S-Bahn Boulevardzeitungen mit einem hohen Bilderanteil gelesen haben. Ich habe mich gefragt, wieso diejenigen eine Zeitung lesen, die so wenig handfesten Text und soviele nutzlose Bilder, die zwar skandalös, aber inhaltsleer sind.
Ich habe mich gefragt, wieso die Parteien mit Wahlslogans werben, wie: "Wir von der XY-Farbe-Partei sind gegen die Bösen von der YX-Partei." Oder nur mit Portraitfotos von den Kandidaten, die freundlich in die Kamera schauen, zusammen mit solchen inhaltsleeren Parolen wie z.B.: "Reichtum für jeden" (Habe ich tatsächlich auf einem Wahlplakat gelesen). In Interviews sorgfältig jede konkrete politische Aussage vermeidend. Und wenn, dann wird diese nach der Wahl wie immer zu den Akten gelegt.
Ich habe mich gefragt, wieso das Gro der Bevölkerung bereit ist, für sogenannte Markenartikel rund das Dreifache wie für Eigenmarkenartikel auszugeben. Haben die denn nicht mitgekriegt, dass die Markenartikel kein Deut besser sind als die Eigenmarken.
Immer wieder musste ich beobachten, dass Bedienungsanleitungen nicht gelesen werden, weil der Leser meint, er verstehe sie sowieso nicht. Auf die Anregung hin, die unbekannten Worte und Sachverhalte mal nach zu recherchieren, bekam ich dann immer die Antwort: "Lesen ist anstrengend.". Wenn man jemand aufforderte, ein Wissensgebiet selbständig zu erarbeiten und in ein Produkt oder eine Aufgabenlösung umzusetzen wird man angeschaut, als käme man von einem anderen Stern.
Langsam dämmerte mir, dass zwar fast alle Deutschen lesen, schreiben, rechnen können, aber diese Fähigkeit reicht nicht aus, komplexe Texte vom Sinn her zu verstehen oder mehr als die vier Grundrechenarten zu beherrschen. Bei "Wer-wird-Millionär" wissen die Teinehmer zwar, welche Berühmtheit mit wem ein Verhältnis hatte oder wann welcher Fußballverein welches Tor geschossen hat, aber aller einfachste mathematische oder geometrische Aufgaben tauchen als 125-Tausend-Euro-Frage auf.
Ich frage mich also, wieso die Deutschen so viel nutzloses, sinnentleertes Wissen mit sich rumschleppen, aber Basisfähigkeiten und -kenntnisse verloren gegeangen sind. Ich kann natürlich keine Zahlen vorlegen, weil es selbstverständlich unhöflich ist, seine Mitmenschen nach ihrem Wissensstand auszufragen. Aber man kann wie ein Mediziner an Hand der Symptome auf den inneren Zustand des Menschen schließen. Egal wieviel Prozent der Bevölkerung, wieviele Kenntnisse haben, tut nichts zur Sache, dass die Deutschen irgendwie falsch ausgebildet sind. Allein die Angaben zum Analphabetismus reichen für Deutschland von einem bis zu 15 Prozent, je nachdem wie man Analphabetismus definiert. Dazu kommt, dass es ein Tabuthema zu sein scheint, weil niemand diese bedrückende Wahrheit zugeben möchte. Allein die PISA-Studie gibt einen groben Anhalt, sagt aber nichts über Erwachsene aus.
Zustand des Schulwesens
Wie war denn meine eigene Schulzeit? Wie ging es bei meinen Kindern, wie geht es bei meinen Enkelkindern zu? Wie ist das Selbstverständnis der Lehrer damals und heute?Große Veränderungen habe ich leider nicht feststellen können!
Nach wie vor versteht sich der Lehrer als derjenige, der das alleinige, richtige Wissen hat und es den dummen Kindern, teils gegen deren Willen beibringen muss. Hier der Allwissende, dort die Dummen. Die Schüler ihrerseits sehen sich einem Wissensstoff gegenüber, deren Anwendbarkeit sie nicht erkennen und teilweise auch unmöglich erkennen können. Also gehen Sie den Weg des geringsten Widerstandes und lernen nur das, was sie bei der nächsten Klassenarbeit oder Klausur brauchen, weil sie es müssen. Sich darüber hinaus für den Unterrichtsstoff zu interessieren, ist reine Zeitverschwendung.
Originalaussage eines Schülers: "Die Vokabeln fünf Seiten zurück brauchen wir nicht zu üben, die kommen in der Klassenarbeit nicht dran." Die "guten" Schüler lernen besonders gut auswendig. Die "schlechten" Schüler lernen weniger gut auswendig. Sind die "guten" Schüler lebenstüchtiger, als die "schlechten" Schüler? Vorweg genommen: "Ich glaube nicht.".
Ich war bei einer Lehrerkonferenz in der Schule meiner Kinder dabei. Einer der Lehrer bevorzugte ein Schulbuch, weil er pro Stunde genau ein Kapitel durchnehmen konnte. Damals war ich noch nicht darüber gefallen, was für ein schlimmes Eingeständnis der Unfähigkeit das war. Es regte sich im Kollegium kein Widerspruch, sondern nur wohlwollendes Nicken. Später ging mir auf, dass im Unterricht der Wissensstoff kapitelweise, wie mit einem Nürnberger Trichter, das Schulbuchwissen in die Schüler hineingeschaufelt werden sollte. Ursprung dieser Methode scheint der preußische Anspruch an das Schulwesen zu sein, funktionierende Untertanen zu erzeugen. Ich glaube nicht, dass das heute immer noch absichtlich so gedacht wird, aber das Gedankengut ist nicht auszurotten.
Die Schuld für die "schlechten" Schulergebnisse nur bei den Schülern, beim Internet, den vielfältigen Ablenkungen zu suchen, scheint mir zu kurz, zu einseitig gedacht.
Anforderungen der Gegenwart und Zukunft
Mit diesem vokabelhaften auswendiglernen kommen wir nicht weiter. Wissen, was man vor 20, 30, 40 Jahren einmal gelernt hat, ist dann, wenn man es braucht, schon mehrfach überholt. Von der Vorstellung, dass einmal erworbenes Wissen lebenslang gültig bleibt, müssen wir uns endgültig verabschieden. Gewiss, manches bleibt, anderes überholt sich. Was sich überholt, weiß man vorher nicht. Eines ist sicher, dass nichts sicher ist, was man einmal gelernt hat. Und die Spirale dreht sich immer schneller und schneller. Es könnte einem schwindelig werden. Vielen wird schon heute schwindelig, fühlen sich von der Entwicklung überrollt. Glauben, sie könnten noch bis zur Pensionierung durchhalten. Und wenn sie dann überrollt werden, vollziehen sie die innere Kündigung. Die Rede des Direktors, die bei der Schulabschlussfeier den obligatorischen Satz vom lebenslangen Lernen enthielt, habe ich damals in ihrer Tragweite nicht vorstellen können.In vergangenen Jahrhunderten war es normal, dass man den einmal erlernten Beruf lebenslang und auch häufig bei demselben Arbeitgeber ausüben konnte. Fort- und Weiterbildung war unbekannt. Wozu auch: "Um ein Haus zu mauern, musste man sein Leben lang, die Steine auf dieselbe Weise zusammen fügen." Das ist endgültig vorbei!
Wenn aber die Schulkenntnisse eine immer kürzere Halbwertszeit haben, was ist dann zu tun? Mit der Schulter zucken und sich damit abfinden. dass es so ist, endet in der Arbeitslosigkeit. Sicher auch einer bedenkenswerte Alternative bei einem bedingungslosen Grundeinkommen. Aber im Ernst, natürlich nicht. Was wir natürlich brauchen ist das, was bei der Abschlussfeier von damals, von den meisten nicht für voll genommen wurde, das mit dem lebenslangen Lernen. Nicht wie die meisten Erwachsenen sagen, nach Schule und Berufsausbildung muss ich doch nicht weiter lernen. Wenn, dann ist es Sache des Arbeitgebers, mir was bei zu bringen. Lebenslanges lernen allein ist in der jetzigen Gesellschaft nicht mehr ausreichend. Kreativität, eigenes Denken, Umsetzungsfähigkeit müssen dazu kommen.
Was muss die Schule der Zukunft anders machen
Nur die Schulen zu digitalisieren, also mit Internet per WLAN, mit Notebooks für Schüler und Lehrerund mit einem hypermodernen Whiteboard auszustatten ist keine Lösung. Das ist das einzige Thema über das heute gesprochen wird. Das ist, als wenn man darüber diskutieren würde, ob eine Zimmermann Hammer und Nägel braucht. Aber auch, wenn alle Schulen mit der tollsten und modernsten Ausstattung ausgerüstet sind, ist noch nichts getan.
Wieso?:
Entscheidend ist das Selbstverständnis vom Lernen, sowohl bei den Schülern, den Eltern und noch mehr und vor allem bei den Lehrern. Lehrer haben sich immer als derjenige verstanden, der mit viel pädagogischem Geschick den Schülern was beibringen muss. Die tüchtigen haben es als persönliches Versagen gewertet, wenn ihnen das nicht gelingt. Von diesem Rollenverständnis muss sich die Lehrerschaft verabschieden. Aber was dann?
Mir schwebt eine Schule vor, die sich an der Methodik der Universitäten anlehnt, insofern als das die ehemaligen Lehrer nicht mehr frontal unterrichten, sondern mehr Hilfestellung bei dem Selbststudium der Schüler leistet. Der "Lehrer" gibt nur noch eine grobe Richtung vor, organisiert Aufgabenstellungen, bewertet das Endergebnis. Er sollte nur im aller äußersten Notfall, aber wirklich nur im absoluten Ausnahmefall beim eigentlichen Lernen helfen. Wozu braucht man in der Schule der Zukunft Bücher oder ein elektronisches Pendant dazu? Eigentlich normalerweise nicht! Vielleicht wenn man Vokabeln einer Sprache lernen möchte. Nur in Fächern, wo es um stumpfsinniges paucken geht. Schulbücher egal, ob gedruckt oder elektronisch, spielen nur noch eine Rolle als zusätzliche Wissensquelle. Sie dürfen nicht mehr die Quelle unumstößlicher einziger Weisheiten sein. Schüler und Lehrer müssen sich daran gewöhnen, es als selbstverständlich betrachten, dass alle Quellen zu hinterfragen sind. Alles was zu lesen und zu hören ist, egal ob auf Papier oder elektronisch, egal ob Schulbuch, Buch, Zeitung, Internet, Werbung, TV alles ist zu hinterfragen. Nichts darf als gegeben hingenommen werden. "Aber was ist denn nun zuverlässig, worauf soll ich mich denn nun verlassen. Ich kann doch nicht allem misstrauen!" werden Schüler, Lehrer, Mitmenschen dann verstört von sich geben. Gerade dass ist die besondere Herausforderung der modernen Zeit. "Aber an irgendetwas muss ich mich doch orientieren!" An dem eigenen Verstand. Daran, dass ich immer wieder überlegen muss, kann das angehen. Daran, dass ich möglichst viele verschiedene vor allem auch gegensätzliche Quellen zu Rate ziehe und versuche, mir ein möglichst objektives eigenes Urteil zu bilden.
Widerstände
Lehrer und Schulrektoren behaupten steif und fest, damit würde ich Schüler hoffnungslos überfordern. Klar, wenn man Schüler von dem einen auf den anderen Tag damit konfrontieren würde, bestimmt. Das will aber niemand. Ich habe aber bei fremden und eigenen Kindern beobachtet, dass sie sehr wohl zu selbstständigen Lernen, nicht nur in der Lage sind, sondern es mit wachsender Begeisterung praktizieren. Man muss Kinder nur machen lassen! Allein machen lassen! Am schlimmsten sind die, von Ehrgeiz getriebenen Helikoptereltern, die ihre Kinder von einem Kurs zum nächsten kutschierenWas können Eltern tun
Auf jeden Fall nicht Helikoptereltern spielen, sondern schon im häuslichen Umfeld den Kindern möglichst viel selbstständig machen lassen. Damit meine ich keine antiauthoritäre Erzeihung, überhaupt nicht. (Sogenanntes "Lernspielzeug" ist eher hinderlich, weil Kinder nicht blöd sind und die pädagogoische Absicht sofort erkennen.) Sondern die Kinder z.B. einen Kuchen backen lassen. Dabei auf keinen Fall die Zutaten abgewogen hinstellen, die Eier nicht vorher trennen, usw. Sondern das Kind muss die Zutaten aus einem 6-Portionen-Rezept allein in ein 4-Portionen-Rezept umrechnen. Das Rezept lesen und verstehen und den eigenen Arbeitsablauf organisieren. Fehlversuche sind unausweichlich. Die dürfen nicht getadelt werden, sondern müssen Ansporn zu einem neuen Anlauf sein. Eines ist gewiss, das Selbstvertrauen steigt enorm und damit auch die Selbstverständlichkeit sich an neue Aufgabenstellungen heran zu trauen.Ein Kind mit Vertrauen in die eigene Leistungs- und Lösungsfähigkeit wird nicht nur mit dem neuen Schulkonzept mit Freude problemlos fertig werden, sondern auch mit wachsender Begeisterung.
Wieso soll der Schüler dazu gezwungen werden, den bequemen Weg des schlichten Auswendiglernens, jeweils bis zur nächsten Klassenarbeit zu verlassen? Weil ist nicht anders geht! Weil Kenntnisse, die man sich durch mühsames, eigenes Ausprobieren erarbeitet hat, lebenslang im Gedächtnis haften bleiben. Weil die Methodik des selbstständigen Erarbeitens von Wissen und Lösungen lebenslang zur Selbstverständlichkeit wird. Und nebenbei merkt der Jugendliche, dass die Neugier zu stillen, richtig Spass macht, das Leben mit sinnvollen Inhalten füllt. Beruflicher Erfolg im späteren Erwachenenleben ist ein nicht unerwünschtes Abfallprodukt.
Berufsbild des Lehrers
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Wie müssen die Schulen ausgerüstet sein
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Ein festes Repertoire, abgesteckt von den Kultusministerien, lässt sich so natürlich nicht realisieren. Wir haben ohnehin angefangen, uns davon zu distanzieren. Schüler können Fächer abwählen. Und mal ehrlich, was bringt das für einen Sinn, wenn jahrelang Stoff vermittelt wird, der nach dem Schulabschluss möglichst schnell vergessen wird. Es ist einfach unrationell. Wir produzieren Erwachsene, die gut auswendig lernen können, aber unfähig zu eigenem kreativen Denken sind. Glücklicherweise gibt es immer wieder Schüler, die trotz und nicht wegen des jetzigen Systems zu kreativem Denken und studieren in der Lage sind. Klar, wenn man die Grundfertigkeiten in Rechnen, Schreiben, Lesen in den ersten vier Jahren beibringen möchte, kann man nicht viel ändern. Aber auch hier kann man den Kindern schon Zeit und Raum geben, bei Misserfolgen immer wieder neu anzufangen. Gemeinsames Ziel von Schule und Elternhaus muss sein, Kinder so früh wie irgend möglich, zur Selbstständigkeit zu bringen.
Die technische Ausrüstung ist nicht das allein selig machende. Internet ist kein Nürnberger Trichter! Zur Not kann man dieses Konzept auch ohne Internetzugang realisieren. Eine wohlsortierte Bibliothek tut es auch. Was als Quelle dient, ist nicht das allein entscheidende. Entscheidend ist, das Quellen nicht einfach unkritisch konsumiert werden. Das Internet erleichtert die Quellensuche natürlich ungemein, das ist keine Frage, aber zwingend notwendig ist es nicht.
Natürlich gibt es für ein Benotungssystem in einem solchen System keinen richtigen Sinn. Vielen fängt es an zu dämmern, dass die heutigen Einzerzeugnisse keinen echten Befähigungsnachweis mehr darstellen. Teils weil es nur die Fähigkeit zum auswendig lernen dokumentiert, teils weil die Lehrer Gefälligkeitsnoten verteilen. Ich habe schon mehrere Lehrer gehört, die das mit schönen Worten bestätigen. Deshalb machen alle Firmen heute eigene Einstellungstests, weil die Zeugnisse keine Aussagekraft mehr besitzen. Dann kann man auch komplett darauf verzichten.
Was sich bei den Arbeitgebern ändern muss
Es sieht so aus, als wenn ich nur dem Schulsystems den schwarzen Peter in die Schuhe schieben würde. Das ist zu kurz gedacht. Natürlich muss man bei den Schulen anfangen. Aber die Arbeitgeber tragen eine große Mitschuld an der gegenwärtigen Misere.Firmen jammern immer, dass sie keine Mitarbeiter finden. Gleichzeitig bewerben sich tausende ambitionierte Universitätsabsolventen um einen einzigen Arbeitsplatz. Wie passt das zusammen? Firmen möchten sich Bewerber herauspicken, die haargenau dem illusionären Anforderungsprofil entsprechen. Ein Studium kann und will keine Berufspraxis vermitteln. Aber natürlich muss sich der Bewerber im Job einarbeiten. Diese Einarbeitungszeit wird von den Firmen nicht gegeben. Genauso wenig wird den eigenen festangestellten Mitarbeitern Gelegenheit gegeben, sich auf neue Aufgaben im Unternehmen vorzubereiten. Stattdessen werden externe Mitarbeiter engagiert, diese neuen Aufgaben zu erledigen. Dass die Firmen sich damit ins eigene Knie schießen, merken sie nicht. Es scheint kurzfristig die preiswerteste Lösung zu sein. Knowhow wird aus der Firma ausgelagert. Werden neue Mitarbeiter gebraucht, finden sich keine. Woher denn auch sollten sie kommen. Forderung nach Weiterbildung muss von den Arbeitgebern und von den Arbeitnehmern gleichzeitig kommen.
Quintessenz
Wenn wir nicht auf das Stadium eines Entwicklungslands zurück fallen wollen, muss ein tiefgreifendes Umdenken durch Deutschland gehen. Es ist fünf nach 12.Samstag, 25. November 2017
Meine Mutter
Grabrede
Sehr geehrter Herr Pastor Reimann?, Lieber Martin, liebe Marina, lieber Michael, liebe Trauergemeinde.Am Montag den 07.Oktober 2019 gegen 19 Uhr hat meine Mutti ihren letzten Atemzug getan.
Wir haben uns hier versammelt, um sich von meiner Mutti ein letztes Mal zu verabschieden.
Zu verabschieden von den Lebenden. Denn nun hat sie ihr Lebenswerk vollbracht. Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Mensch eine Aufgabe erfüllt und damit das Uhrwerk der Welt ein kleines bisschen weiter ticken lässt.
Auch wenn mir der Tod meiner Mutter sehr weh tut, aber eines ist sicher, der Tod gehört zum Leben mit dazu. Er ist ein Teil unseres Lebens. Wir brauchen nicht wirklich zu trauern.
Damit diese Welt nicht unter geht, muss diese Welt mit Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe geschmiert werden.
Man kann sein Lebenswerk als Egoist oder als den Nächsten liebenden Menschen vollbringen. Sie hat sich für die Nächstenliebe entschieden. Nächstenliebe war ihr nicht nur aus christlicher, sondern auch aus innerer Überzeugung heraus wichtig.
Diese beiden Zitate haben ihr Leben bestimmt:
Einmal von Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft - Kapitel 34
Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir.
Ihr beherrschendes Streben war das Verantwortungsbewusstsein und die Fürsorge für Ihre Kinder und auch für alle anderen Nächsten.
Typisch für sie war ihre Korrektheit. Im Beruf und im Privaten musste immer alles sehr genau und vollständig abgeheftet werden. Es war ihr ein Grauen, wenn sie nicht den vollständigen Überblick über ihre schriftlichen Unterlagen hatte. Das ließ sie nicht los, als sie auch schon kaum mehr etwas erkennen konnte.
Eine der bemerkenswerten Eigenschaften war ihre Zähigkeit. Solange sie irgenwie konnte, ist sie jede Strecke zu Fuß oder mit Rollatorunterstützung gegangen. Sie hat sich nie gehen gelassen. Ich bin überzeugt, dass das auch der Grund für ihr erreichtes hohes Alter ist.
Um es mit einem Satz zusammenzufassen: Sie ist eine bewundernswerte Frau gewesen, der wir unendlich dankbar sind für all die Zuwendung die Sie Ihren Mitmenschen hat zukommen lassen.
Ich danke für Eure Aufmerksamkeit.
Amen.
trauerredner-lueneburg.von-kienitz.de
Samstag, 12. Dezember 2015
Was interessiert uns fremdes Elend
"Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!" "und wenn er Flüchtling ist oder schwul", "Hast du was an den Ohren." Jesus hat darauf also eine ganz eindeutige Antwort.
Ich selbst bin aus der Kirche ausgetreten, weil ich nicht an Gott glaube. Aber wenn ich diese Aussprüche höre, denke ich diejenigen, die sich christlich nennen, sollten besser wegen Heuchelei aus der Kirche austreten. Wiegesagt, ich glaube nicht an Gott, aber mir wird trotzdem ganz übel, wenn ich diese Sprüche höre.
Immanuel Kant hat einmal geschrieben: "Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir."
Jesus hat eigentlich nur das moralische Gesetz gelehrt, dass jedem Menschen innewohnen sollte. In einer Zeit in der Flüchtlingsheime angezündet, oder Wutbürger auf die Straße gehen, damit Flüchtlinge in den Krieg zurück geschickt werden, frage ich mich, was vom "moralischen Gesetz in mir" übrig geblieben ist.
Diejenigen, die so steinharte Herzen haben und es fertig bringen, Menschen in Tod und Elend zurück zu schicken, haben die überhaupt ein Herz, gehören sie in die soziale menschliche Gemeinschaft? Solange Nächstenliebe nur für sich selbst oder für die nächsten Familienmitglieder da ist, ist das keine Nächstenliebe, sondern Egoismus in seiner reinsten Form. Solche Egoisten haben unsere menschliche Gemeinschaft nicht verdient.
Die Egoisten gehen davon aus, dass Hilfbedürftigkeit selbst verschuldet ist. Oder sie unterstellen den Hilfsbedürftigen kriminelles Verhalten. Oder es wäre aussichtslos zu helfen, weil die Hilfe nicht ankommt. Ausreden für den Egoismus gibt es viele. Brutal sind sie alle.
Nun will ich Nächstenliebe nicht bis zur Selbstaufgabe fordern. Es stimmt, Nächstenliebe kann nicht unendlich sein. Nächstenliebe darf nicht dazu führen, dass man selbst hilfebedürftig wird. Man muss also irgendwo eine Abwägung machen, bis wohin die Nächstenliebe gehen kann. Nächstenliebe heißt nicht, Geld zu geben für Menschen weit weg. Geldspenden dürfen doch kein Ablasshandel sein! Nein, Nächstenliebe heißt auch, mit seinen Mitmenschen gesellig umzugehen. Kontakte zu pflegen. Guten Tag zu sagen. Rücksichtsvoll Auto fahren. Allein mit dem Einhalten der guten Benimmregeln ist auch schon viel getan. Um Nächstenliebe zu praktizieren, brauchen wir keine "Mutter Theresa", kein Held zu sein. Wie wir miteinander umgehen, auch mit dem Außenseiter, auch mit dem Fremden, zeigt welch Geistes Kind wir sind. Geldmünzen in den Klingelbeutel zu werfen, aber gleichzeitig auf die Straße gehen und zu rufen: "Ausländer raus", dass passt wahrlich nicht zusammen. Für den Mitmenschen, auch den fernen Mitmenschen, da zu sein und warmen Herzens zu begegnen ist etwas, was unsere Welt deutlich lebenswerter, wärmer macht.
Es gibt keinen zwingenden Grund, hilfsbereit zu sein. Wenn sie Glück haben, kommen Egoisten möglicherweise auch gut durch Leben solange sie nicht selber krank und hilfsberürftig werden. Das ist es, was Egoisten übersehen. Sie glauben, sie sind die ewig leistungsfähigen. Ihnen könne nichts passieren. Wenn aber doch, sind sie auf die Hilfe angewiesen, die sie anderen Mitmenschen vehement verweigern.
Nächstenliebe wie eine Versicherung anzusehen, um Anspruch auf Unterstützung für die eigene Person zu haben, ist zwar nachvollziehbar, ist aber auch nicht im Sinne der moralischer Gesetze in mir, noch nach christlicher Ethik. Solche berechnende Nächstenliebe wird von mir verachtet. Das kann es nicht sein.
Ich habe die Hoffnung, dass der moralisch gesunde Mensch soviel moralisch Gesetze in sich verspürt, dass ihm nicht gesagt werden muss, was gut und böse ist.
Mittwoch, 9. Dezember 2015
Lebenselixir Zuversicht
Ein übersteigertes Selbstwertgefühl macht einsam. Langfristig werden diese Menschen gemieden. Aber das soll hier nicht mein Thema sein.
Mangelndes Selbstwertgefühl macht mutlos, ängstlich, zerstört die Zuversicht in die eigene Leistungsfähigkeit. Die Personen trauen sich nichts mehr zu, auch Aufgaben die sie leicht lösen könnten.
Hilfe von außen ist in der Regel nicht zu erwarten. Auch deshalb, weil die Betroffenen sich des Problems nicht voll bewusst sind und deshalb keine Hilfe in Anspruch nehmen. Mir haben Betroffene ihre Probleme haarklein beschrieben und eigentlich auch erkannt, aber waren wie gelähmt, wenn es darum ging, die Ursachen zu bekämpfen. Ich kann auch nur laienhafte Ratschläge geben, letztlich bin ich kein Psychiater.
Von einer ganz anderen Seite wird unsere Zuversicht gestört. Das ist die allgemein weit verbreitete Angst- und Panikmache. Im Ausland macht man sich schon lustig über die Deutschen. Man spricht von "German Angst". Zu den latent ohnehin vorhandenen Zukunftsängsten kommt die Angstmache durch die Presse oder allgemein gesagt durch alle Medien. Es ist wie eine nicht endende Gehirnwäsche. Jeden Tag hören wir, welchen Bedrohungen und Gefahren wir ausgesetzt sind. Ich kann nur einige Wenige aufzählen.:
- Der allgemeine Klimawandel, die Erderwärmung
- Elektrosmog
- Welche Lebensmittel ungesund sind
- Welche Stoffe krebserregend sind
- Die Bedrohung durch Fremde, speziell durch Flüchtlinge
- Welche Gefahren uns durch moderne Technik droht (Handystrahlung)
Es gibt keinen Diktator, der dahinter steht. Das macht den Unfug etwas glaubwürdiger. Es gibt zwei Verursacher: Zeitgeist und Profitgier. Pressemeldungen, die besagen, es ist alles nicht so gefährlich, wie angenommen, verkaufen sich nicht. Die Zeitung, die auf dem Boden der Tatsachen bleiben würde, wäre schon gestern pleite. Genauso bei TV, Radio, Internet. Es gibt einen knallharten Kampf um Verkaufszahlen und Einschaltquoten. Da ist jedes Mittel recht. Bedrohliches verkauft sich deutlich am Besten. Der Zeitgeist, die German Angst, macht es den Medien noch einfacher.
Persönliche Faktoren wie ein beeinträchtigtes Selbstwertgefühl und externe Faktoren wie die Angstmache durch die Medien wirken additiv zusammen, um unsere Zuversicht zu beeinträchtigen. Dabei haben wir allen Grund, zuversichtlich zu sein.:
- Deutschland ist eines der führenden Industrieländer
- Wir haben ein funktionierendes Sozialsystem. Niemand braucht zu hungern und zu frieren.
- Wir haben eine funktionierende Renten- und Krankenversicherung. Selbst in den USA nicht vorhanden.
- Wir haben mit Abstand die sauberste Umwelt
- Deutschland hat nach Japan die zweithöchste Lebenserwartung auf der Welt.
- Weltweit ist Deutschland das gelobte Land, wo zwar nicht Milch und Honig fließen, aber mit der besten wirtschaftlichen Entwicklungen.
Was nützt uns Zuversicht
Wer sich hoffnungsvolle Gedanken macht, dass er selbst in seinem Leben Einflussmöglichkeiten hat oder ihm geholfen werden kann,- hat Energie, zu handeln, Wir fühlen uns einfach besser, weil uns keine Ängste verzehren.
- ist den überwiegenden Teil der Zeit ruhig oder positiv gestimmt,
- steigert seine Abwehrkräfte, weil Zuversicht oder Hoffnung uns hilft, Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.
- Wir bewältigen uns gestellte Aufgabe besser, weil wir nicht verzagen, sondern frohen Mutes heran gehen.
Was tun, wenn die Zuversicht fehlt.
- Sprechen Sie sich selbst Mut zu.
- Rufen Sie sich positive Erfahrungen aus der Vergangenheit in Erinnerung.
- Suchen Sie in Ihrem Umfeld nach Menschen, denen bereits eine Lösung gelungen ist. Nehmen Sie sich diese als Vorbild
- Meiden Sie Menschen und Medien, die alles schwarz sehen und dramatisieren.
- Nehmen Sie Krankheiten für den Augenblick an. Je mehr Sie dagegen ankämpfen und hadern, krank zu sein, desto mehr sinken Ihre Abwehrkräfte.
- Machen Sie sich hoffnungsvolle und zuversichtliche Gedanken der Art: Was auch immer auf mich zukommt, es wird eine Lösung geben. Ich tue alles, was in meinen Kräften steht.
- Werden Sie aktiv. Erdulden Sie nicht passiv die Situation und befreien Sie sich aus der Opferrolle. Durch Ihr Aktivsein haben Sie den Eindruck, Kontrolle auszuüben und dies nährt Ihre Zuversicht, eine Lösung zu finden.
Sonntag, 6. Dezember 2015
Soziale Medien für die Generation 50+ auf Smartphone
Bevor ich richtig loslege und über soziale Medien spreche, will ich erst mal erklären, was das ist. Die Definition in Wikipedia lautet:Social Media (auch soziale Medien)[1] bezeichnen digitale Medien und Technologien (vgl. Social Software), die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu erstellen. Medien sind Texte, Bilder, Videos.
Der wichtigste Aspekt ist es, sich auch in Gruppen, gegenseitig auszutauschen. Messenger wie Whatsapp und Skype sind dagegen Anwendungen, um persönliche Nachrichten auszutauschen und deshalb eigentlich keine sozialen Medien sind.
Was hier besprochen wird, gilt genauso für die Benutzung von Laptop, Notebook oder PC.
Es gibt viele Programme, die zu den sozialen Medien gehören, da Facebook das Programm mit der weitesten Verbreitung ist, will ich heute stellvertretend für alle von Facebook sprechen, obwohl es auch noch viele andere wie Twitter, Skype oder Youtube gibt.
Was man in sozialen Medien keinesfalls machen sollte:
- Wichtigst: Niemals irgendetwas peinliches über sich selbst oder andere verbreiten.
- Bildrechte beachten. Bilder und Videos von Personen dürfen nur mit ausdrücklicher Zustimmung verbreitet werden. (Ausnahme: Berühmtheiten im Dienst, Menschenmassen)
- Niemals Abwesenheitszeiten von Haus und Hof bekanntgeben. (--> Einbruchsgefahr)
- Keine Adressen, Telefonnummern, E-Mailadressen bekanntgeben. Sie werden sonst mit Werbesendungen überhäuft.
- Rechtschreibung beachten. Rechtschreibprüfprogramme benutzen. (Lächerlichkeit, Nicht seriös)
- Keine Fake-Meldungen, keine Verschwörungstheorien. Häufig werden Verschwörungstheorien auch aus Gutgläubigkeit in Unkenntnis dessen, dass es eine Verschwörungstheorie ist, weitergeleitet.
Was man tun sollte:
- Als Profilbilder sollten Porträtfoto verwendet werden, auf denen sie deutlich zu erkennen sind. 1)
- Benutzername sollte der echte Name sein.1)
- Meinungs- und Gedankenaustausch in einer Gruppe gleichgesinnter, in einem Verein.
- Gruppen könnten sein: Hundefreunde, Fußballclubanhänger, Angelfreunde, Astronomiebegeisterte, gegenseitige Unterstützung bei einer bestimmten Krankheit, Reisebegeisterte, Klassengemeinschaften, Singletreffen. Die möglichen Gruppen sind unendlich.
- Wirtschaftlicher Hintergrund: Vorstellung seiner Produkte und Dienstleistungen. Leider häufig unseriös.
- Persönliche Kontakte herstellen. Persönliche Nachrichten, Telefonate, Treffen. Im Internet sollte man nicht in Anonymität versinken. Dazu ist es nicht gedacht.
- Stammtischrunden organisieren.
Beispiele schlechter Profilfotos:
Das Computer, Internet, Smartphone, Facebook nur etwas für jüngere sind, ist ein weit verbreitetes Vorurteil. Wieso eigentlich? Das hat alles den Geruch es sei zu kompliziert für Ältere und ist es nicht auch irgendwie gefährlich? Sind nicht schon Leute über das Internet betrogen worden? Und haben die Geräte nicht auch eine gefährliche Strahlung? Es gibt sicherlich noch viele Gründe, die moderne Technik nicht zu nutzen. Oder sind es in Wirklichkeit nicht alles nur Ausreden? Ausreden weswegen? So ganz genau wissen wir es nicht. Aber ich habe eine Vermutung. Es ist die Angst, von der Technik überfordert zu werden. So ganz falsch ist das nicht. Viele fühlen sich tatsächlich überfordert. Die Jüngeren können sich gar nicht immer vorstellen, wobei und womit die Älteren Probleme haben. Dann kommt der Ratschlag, das ist das ganz einfach, Du musst nur dieses oder jenes machen. Und der Rat hilft auch nicht weiter. Es taucht sofort ein neues, scheinbar unüberwindliches Hindernis auf. Manchmal ist es nur ein vergessenes Passwort. Ich will mich aber nicht in die Reihe derjenigen einreihen, die den Älteren den Mut nehmen möchte, sich mit der neuen Technik zu beschäftigen. Ganz im Gegenteil.
In meiner Berufspraxis habe ich immer wieder erlebt, dass die Älteren die besseren Computernutzer sind. Wieso? Wenn erst mal die Angst überwunden und der Kampfgeist erwacht ist, mit der Technik fertig zu werden, dann verbeißen sie sich in die Aufgabe. Dann sind sie nicht mehr zu bremsen. Dann werden sie zu Profis, denen man nichts mehr vormachen kann. Sie glauben, lass den doch sabbeln, für mich ist das doch nichts. Was soll mir das schon nützen. Das ist die Grundeinstellung, die fast alle haben.
Sie sprechen wie der Papst über den Sex. Was sie nicht kennen, vermissen sie auch nicht.
Dabei nehmen die sozialen Kontakte mit zunehmenden Alter kontinuierlich ab. Das hat verschiedene Gründe:
- Die Mobilität nimmt ab. Statt sich ins Auto zu setzen, müssen öffentliche Verkehrsmittel benutzt werden. Freunde sind nicht mehr so schnell und komfortabel erreichbar.
- Die ehemaligen Kollegen aus dem Betrieb sieht man nicht mehr täglich.
- Der Tagesablauf kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so flexibel gestaltet werden wie ehedem.
- Die Bequemlichkeit nimmt einfach zu.
Was kann man dagegen tun? Ich möchte alle aus einer jedem Menschen drohenden Lethargie heraus reißen. Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Eine möchte ich hier darstellen.
Die Nutzung sozialer Medien hat eine Einstiegshürde: Man muss Computer oder Smartphone beherrschen. Viele werden denken, dass schaff ich nie oder ist mir viel zu anstrengend, mich jetzt noch einmal damit zu beschäftigen. Aber glauben sie mir: Genau das ist der unter anderem der gewünschte Effekt. Die Anstrengung. Die geistige Herausforderung ist das was uns jung erhält. Glauben sie mir, es gibt niemanden der zu dumm ist, damit nicht umzugehen. Niemand! Aber etwas Zähigkeit braucht man schon. Vor allem, darf man nicht aufgeben. Immer wieder und wieder neu probieren. Und Tante Google weiß immer eine Lösung. Man muss sie nur mit den geeigneten Suchworten füttern, dann spuckt sie uns schon dutzende Lösungen aus. Gut, irgendwann kommen Sie mit der Kiste zurecht. Verblüffen Sie ihre Enkelkinder mit ihren Computerkenntnissen. Sie werden mehr als überrascht sein. "Die Alte ist ja doch noch ganz schon fit" denken sie ins geheim. So, die erste Stufe hätten sie geschafft. Sie haben tausende von Kalorien in ihrem Kopf verbrannt und sie können wahnsinnig stolz sein, etwas geschafft zu haben, was ihre Enkelkinder noch nicht so richtig beherrschen.
Nun kommt der zweite Schritt: Melden sie sich bei Facebook an. Nebenbei ein wichtiger Tipp von mir: Benutzen sie ihren echten Namen auch als Benutzernamen und als Profilbild ein Foto auf dem sie auch gut zu erkennen sind. Manche sagen, dann bin ich ja für jedermann erkennbar. Genau das ist der Sinn. Ihre ehemaligen Kollegen, Schulfreunde oder Schulfreundinnen sollen sie ja finden. Ist das nicht gefährlich, wenn mich alle sehen? Nein, bestimmt nicht. Aber es gibt etwas was wirklich gefährlich ist: Veröffentlichen sie nie Informationen oder Bilder, die irgendwie peinlich sein könnten. Auch nie veröffentlichen von wann bis wann man im Urlaub ist. Das könnte zum Einbruch in ihre Wohnung verleiten. Aber sonst brauchen sie keine Angst haben. Zu Anfang ist die Benutzeroberfläche von Facebook ganz schön unübersichtlich. Das war sie auch für mich. Erobern sie Facebook wie ein Computerspiel: Mal hier klicken, mal dort klicken und schauen was passiert. Sie können nichts kaputt machen. Stöbern sie einfach mal. Sie werden viele lustige, fröhliche, besinnliche Beiträge finden. Aber auch manches in einer ultrarechten Gesinnung oder in einer katastrophalen Rechtschreibung geschrieben. Ich rate dringend davon ab, Informationen aus Facebook oder Youtube für bare Münze zu nehmen. Zu viele verbreiten Haare sträubendes. Es gibt andererseits auch viele richtig gute Beiträge. Es ist eine Kunst, die Spreu vom Weizen zu trennen.
Nun, wenn sie sich mit Facebook etwas vertraut gemacht haben, geht es los. Kramen sie ihr uraltes Adressbuch hervor. Facebook hat so ein Personensuchfeld. Da geben sie mal die Namen ihrer Freunde/innen ein, zu denen der Kontakt schon lange abgerissen ist. Sie werden sich wundern, wieviele sie auf diese Weise wieder finden. Da zeigt es sich auch, das es sinnvoll ist, wenn auch ihre ehemaligen Freunde ein gutes Passbild im Profil verwendet haben. Laden Sie diese ein, Facebook-Freunde zu werden. Schreiben Sie ein paar nette Zeilen. Eigentlich antwortet jeder. Ruckzuck können sie ihre alten Bekanntschaften wieder auffrischen. Ein reger Schriftverkehr ist die Folge. Nicht alle Bekannte wohnen jott we deh. Da ergibt sich die Gelegenheit sich auf einen Kaffee mal wieder zu einem Plausch zu treffen. Das Internet ist mit den sozialen Medien nichts, um sich hinter dem Ofen zu verkriechen, sondern ein hervorragendes Medium, um sich in der realen Welt zu treffen.
Ihre Enkelkinder habe sie bisher nur sporadisch besucht. Benutzen Sie Skype oder ähnliches, um sich live, Angesicht zu Angesicht zu sehen. Ich habe meine 3-jährige Enkeltochter täglich über Skype gesehen. Toll. wenn die Enkelkinder 1,5 Fahrstunden entfernt wohnen.
Es gibt aber nicht nur Sinn, mit denen zu chatten ( das englische Wort für quatschen) die man mal persönlich gekannt hat, sondern mit denen mit welchen man persönliche Vorlieben teilt. Verbinden sie sich mit denen, die das gleiche Hobby, die gleichen Interessen teilen. Sie können auf diesem Weg natürlich auch ihren Freundeskreis vergrößern und sich mit Facebook-Freunden treffen und echte Freundschaften daraus werden lassen.
Manche entgegnen, man könne ja auch Briefe schreiben. Das wäre persönlicher, wegen der eigenen Handschrift und überhaupt es ist ein anderes Gefühl. Das stimmt wahrlich. Briefpost hat aber Nachteile: man braucht die Postadresse. Die Zustellung kann mehrere Tage dauern und es ist nicht umsonst. Deshalb mein Rat: Schreiben Sie im Internet oder bei einer E-Mail genauso sorgfältig wie in einem handgeschriebenen Brief. Prüfen Sie den Stil. Vermeiden sie sorgfältig jeden Rechtschreibfehler. Wenn sie sich nicht ganz so sicher sind, lassen sie sich von einem Rechtschreibprüfprogramm helfen. Sagen sie nie, ist ja nur im Internet. Eine sorgfältig geschriebene elektronische Nachricht hat den selben Persönlichkeitswert wie ein handgeschriebener Brief.
Ein ganz wichtiger Effekt ist, dass sich eine neue Welt eröffnet, dann im Ernst, Facebook und andere soziale Medien, sind nur ein klitze kleiner Teil der Möglichkeiten, die sich mit dem Internet eröffnet.
Frauen erkennen z.B. die Möglichkeit günstig Kleidung einzukaufen. Männer halten den Kontakt mit ihrem Verein aufrecht.
Es eröffnet sich eine neue Sicht auf die Welt, in eine neue Welt auf die man vorher keinen Zugriff hatte. Ohne Übertreibung: es eröffnet sich eine Welt von der man vorher nicht die geringste Ahnung hatte, dass es sie überhaupt gibt.Eines kann ich ihnen garantieren: Langeweile, Stumpfsinn war gestern. Fernsehen brauchen sie jetzt nicht mehr.
Wer mit dem Computer nicht zurecht kommt kann, wenn er wirklich nicht weiter kommt, natürlich auch meine Hilfe in Anspruch nehmen. Aber ich bin sicher, sie schaffen das allein.
Weil Facebook die größte Verbreitung hat, beschäftigen wir uns hauptsächlich damit.
Die wichtigsten Seiten:
- Die ProfilseiteErkennbar an Profilfoto und Name. Dieses ist die Facebookansicht, so wie sie weltweit sichtbar ist.
- Startseite
Mit der Startseite können wir vornehmlich unsere eigenen Daten verwalten - Freunde finden
Es werden Freunde von Freunden vorgeschlagen. - Messenger
Private Nachrichten, die wirklich nur der Empfänger sieht. - Systemnachrichten
- Hilfe
- Verschiedenes



